Die Geschenkidee für Textakrobaten – eine Wortpatenschaft
10/02/2009 (Allgemeines, Ausgefallene Geschenke, Kulturelle Geschenke)
Das ist die ultimative Geschenkidee für jemanden wie mich (hoffentlich liest das hier einer). Sie sind gute Freunde von mir, die Wörter. Und einige von ihnen fristen ein gar trauriges Dasein, weil ich sie kaum noch verwenden kann, ohne verhaltenes Kichern, wenn nicht gar verständnislose Blicke zu ernten. Dabei klingt in meinen Ohren: „Fürwahr, das ist ein wirklich gelungenes Geschenk“ ehrlich viel anerkennender als „Wie geil ist das denn!“
Ein Begriff wie „Tohuwabohu“ trifft den Zustand unserer Kinderzimmer entschieden besser als schlichtes „Chaos“. Es flucht sich auch viel eleganter über den vermaledeiten Rechner, der wieder nicht tut, was er soll, als über den Sch…-PC.
Also, die Idee eine Wortpatenschaft zu übernehmen fällt bei mir auf fruchtbaren Boden. Ich bekäme mein Wunschwort, so noch zu haben, beurkundet und in Stein gemeißelt.
Nicht in irgendeinen Stein, sondern in Thüringer Travertin. Der sieht nicht nur gut aus, sondern lässt sich glatt mit noch mehr Bedeutung füllen. Eine sehr bekannt Stadt in Thüringen heißt Weimar. In selbiger wirkten viele Jahre lang die Dichter der Weimarer Klassik, die die deutsche Sprache um viele wunderbare Wörter und Sprichwörter bereicherten. „Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann“ zum Beispiel, aber auch „… er kann mich im A… l…“.
Wer also in seiner Familie oder im Bekanntenkreis Deutschlehrer, Journalisten oder sonstige Schreiberlinge findet, sollte über diese Geschenkidee unbedingt nachdenken.








