Muttertagsgeschenke
04/01/2009
Muttertagsgeschenke
Alljährlich im Mai freuen sich die Mütter. Selbst wenn ihre Kinder das ganze Jahr über nicht an sie denken, so gibt es dann wenigstens am Muttertag zumindest ein kleines Geschenk von Ihren Söhnen oder Töchtern. Und auch mancher Ehemann geizt an diesem Maisonntag nicht und ehrt seine treu für ihn sorgende Gattin mit einem Blumenstrauß oder einer sonstigen kleinen Aufmerksamkeit. Die Palette der Muttertagsgeschenke ist heutzutage weitreichend. Waren es früher fast ausschließlich Blumensträuße, die zu diesem Ehrentag verschenkt wurden, so gibt es heute vor allem online zahlreiche Geschenkshops mit umfangreichen Geschenkideen zum Muttertag.
Eigentlich ist das für mich als Mutter nichts Besonderes mehr. Auch wenn ich mir des Öfteren mal zwischendurch eine kleine Aufmerksamkeit wünschen würde, so freue ich mich doch jedes Jahr auf den Rosenstrauß von meinem Mann und das Selbstgebastelte meines kleinen Sohnes. Auch wenn ich ehrlich gestehen muss, ich würde mir schon gerne einmal etwas Ausgefallenes als Muttertagsgeschenk wünschen. So entdeckte ich neulich einen dieser Internet-Geschenkshops und war schon erstaunt, was für tolle Geschenkideen es dort gibt. Ob nun Sterntaufen, Erlebnis- oder Wellness-Gutscheine oder sprechende Bilderrahmen – das wäre ja schon schön, einmal mit solchen Muttertagsgeschenken von seinen Liebsten überrascht zu werden.
Doch gerade als ich darüber ins Träumen geraten war, kam unser 8jähriger Sprössling zu mir und konfrontierte mich mit einer Frage, die mich doch etwas verwunderte. Er wollte doch glatt wissen, woher eigentlich der Brauch der Muttertagsgeschenke stamme, die ihn jährlich vor das Problem stelle, mit welchem Präsent er mich denn dieses Jahr überraschen könne. Da hatte er mich doch glatt auf dem falschen Fuß erwischt der Kleine. Das Einzige woran ich mich vom Lesen eines Artikels erinnern kann, ist dass eine Amerikanerin – Anna Marie Jarvis – als Begründerin des Muttertags gilt. Sie wollte zu Beginn des letzten Jahrtausends an einem zweiten Sonntag im Mai ihre Mutter an deren zweiten Todestag ehren. Dafür zog sie mit 500 weißen Nelken bestückt zur örtlichen Kirche und verteilte die Blumen an andere Mütter. Aber ob daher auch der heutige Brauch der Muttertagsgeschenke herrührt, diese Frage konnte ich meinem Sohn definitiv nicht beantworten. Jedenfalls entwickelte sich dadurch wohl der Brauch des Muttertags und der Muttertagsgeschenke. Meine Ausführungen wurden nun meinem Sohn doch offenbar recht trocken und er murmelte ein „ok, dann ist diese Frau Anna Schuld daran, dass ich mir jedes Jahr Gedanken über die Muttertagsgeschenke machen muss“. Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, zog er von dannen.
Ich aber beschloss, mir doch etwas mehr Gedanken zu machen, was ich meiner Mutter in diesem Jahr zum Muttertag schenken würde. Immerhin wird sie ja dieses Jahr im Mai den Muttertag tatsächlich zum 30. Mal auch als Mutter erleben. Und durch die Unterhaltung mit meinem Sohn ist mir doch recht schnell klar geworden, dass mich zwar meine jährlichen Muttertagsgeschenke etwas langweilten, ich aber jedoch auch nicht sonderlich kreativ war, wenn es darum ging, meine Mutter zu beschenken. Die einzige Variation war hierbei meist von Nelken auf Tulpen, von Tulpen auf Rosen und von Rosen wieder auf Nelken zu wechseln. So hatte mich das nähere Nachdenken über die Muttertagsgeschenke doch dazu gebracht, meine Mutter in diesem Jahr mal mit etwas Besonderem zu überraschen: so bekommt sie dieses Jahr eine Patenschaft für ein Honigbienenvolk, das ihr regelmäßig Honig liefern wird.








